Spät genug, früh genug, immer noch warmes Licht auf den Fassaden des Viertels und der Bus quietscht vor der Haltestelle. Kleine und große Pendler strömen über kalten Bordstein, verschwinden in den Hinterhöfen und Supermärkten und Treppenaufgängen und man ist nah genug und doch ausreichend fern, das Treiben zu beobachten, ohne Teil der abendlichen Welle zu sein.

Warten unter Linden. Schatten spielen. Erahnen, wie die Viertel anderer Städte zu gewohnten Zeiten duften und klingen. Und die eigenen Erzählungen streicheln, aus Impuls und mangels besserer Ideen.

Etwas weiter: Bürobalkon und Sonne im Gesicht, blendend und überraschend warm. Im bunten Treiben von Gesprächen finden sich einige Anknüpfungspunkte wie auch einige Augenblicke, nur beieinanderzustehen und über dem Tag zu schweigen. Hubschrauber über einer laut grummelnden Stadt. Eine Etage tiefer wird Besprechungskaffee gekocht und in große Kannen gefüllt. Im weiten offenen Raum liege Schreibblöcke und Tüten mit Gummibärchen auf den Tischen. (Geschichten schreiben vom Vorbereiten. Und vom Warten.)