Zwischen Tür und Angel. Mäßig abgestimmte Prozesse, man gibt sich die Klinke in die Hand, stockt Obstvorräte auf und wird sich erst viel zu spät wieder des Wochentages bewusst. In den Häusern neben dem Büro entwickeln die Wochen neues Leben, plötzlich füllen sich Räume mit Mobiliar, um kurz darauf hinter wenig stilsicheren Vorhängen zu verschwinden und nur mit Mühe hält man sich von inneren Filmen ab, die die Geschichten dahinter zu erahnen versuchen. Immer noch weiches Licht aus einem endlos blauen Mittag.

Gelbe Blumen über Beton. Stachelige Blätter. Innenhofmittag.

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Zwischen den Stunden den Themen den Konferenzen den Tickets: Offene Konsolen, offene Systeme. Ströme von Ereignissen, die wenigsten davon erwünscht. Unbequeme Wahrnehmungen, die in kontroversen Diskussionen und beträchtlichem Mehraufwand resultieren werden. Der Himmel über dem Betonviertel bleibt derweil dicht und grau, treibt Schauer neuen, dichten Regens durch die Tiefe zwischen den Häuserzeilen. Das Gelb der Bahn kaum mehr als ein schwacher Farbpunkt, der schnell wieder hinter den Kurven und Seitenstraßen verschwunden ist. Hantieren mit Listen, Jonglieren mit viel mehr Bällen als Händen. Und dazu weitergehen, Schritt für Schritt.

Regentropfen vor grauem Himmel. Fassaden von Neubauten, rote Dächer, Fenster.

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Drei Farben: Blaustern, Tulpen, Forsythie. Spuren von Mäusen in trockener Erde, das Vogelfutter wurde knapp. Dichte Wolken und rauher Wind von der Heide her. Wasser immer noch aus dem Kanister, Duft von Inselseife und Nachklang vergangener Reisen. Einige Parzellen entfernt wehen Fahnen, wacht ein Schäferhund aus Keramik über akkurat gepflegte, ordentlich eingefasste Beete. Verkehr auf den Schienen, und der Gesang einer Kettensäge. Vormittag, dahintreibend.

Tulpe in Nahaufnahme, rotgelb geflammt.

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