Etwas weiter, Schweigen unter den Kopfhörern, Leerlauf von Pausenmomenten und Leerlauf zwischen Aufgaben in Zeitfenstern zu klein für sinnvolle Pläne. Kontakte mit der Außenwelt, Küchenfenster, Hinterhof, Terrassen und leichter Wind. Unten hängt jemand Wäsche auf die alten Leinen, ein Hund bellt, der Eismann lässt seine Markisen sinken. Dann sucht man zurück in die Routine, aber der Ablauf hat Löcher. Ein nächster Schritt, und Unsicherheit, wenn die Konzentration weicht. Zwiegespräche mit den eigenen Schatten. Irgendwie schon Nachmittag und dann irgendwie auch nicht.

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Places to rest places to soar and the sun in afternoons.
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Drei Farben: Blaustern, Tulpen, Forsythie. Spuren von Mäusen in trockener Erde, das Vogelfutter wurde knapp. Dichte Wolken und rauher Wind von der Heide her. Wasser immer noch aus dem Kanister, Duft von Inselseife und Nachklang vergangener Reisen. Einige Parzellen entfernt wehen Fahnen, wacht ein Schäferhund aus Keramik über akkurat gepflegte, ordentlich eingefasste Beete. Verkehr auf den Schienen, und der Gesang einer Kettensäge. Vormittag, dahintreibend.

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The afternoon and some of its light.
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Supermarkt des geringsten Misstrauens, sehr viel später. Der Hinweis auf die Selbstzahlerkassen wurde entfernt. Gelegentlich fragt ein wartender Kunde nach dem Stand der Dinge, aber die mehrheitlich jungen Streikbrechenden auf jener Seite des Kassenbandes sind äußerst glaubwürdig in ihrer ratlosen Unwissenheit. Minimaleinkäufe, optimiert auf Verweildauer. Wenige bekannte Gesichter, gewohnt schlechte Musik. Aber zumindest ist man auf dem Parkplatz gehalten, seine Siebensachen am Bordstein zu parken, um erste Blüten zu bewundern. Es beginnt wieder jene Zeit des Jahres, in einem weichen milden Vorabend.

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