Der Berg wollte keine Gäste an diesem Herbsttag. Er zieht den Pfad mürrisch in die Länge, wirft mit trockenen Zapfen, lässt wieder und wieder jenen Wind in die aufsteigende Schneise fliegen, der sich als fernes gewaltiges Summen ankündigt, nach und nach die Bäume bis zum letzten Blatt erfasst und schüttelt, Staub und Nadeln in Haare, Gesicht, Augen wirft und sich dann langsam und wispernd in den Steinen verliert. Wolken ballen sich über den Graten, raunen vom Wetterwechsel. Auch heute bleibt die Tür verschlossen, spät im Jahr. Und so packt man Wasserflasche, Kekse und alle anderen Siebensachen und richtet die Schritte wieder talwärts, trotzdem dankbar für die zeitweilige Duldung. 

Später. Auch hier schleicht sich irgendwann Nacht ins Tal, und plötzlich wird der Pfad länger und wilder. Die Phantasie malt Geister in die Schatten zwischen Steinen und Büschen. Einzelne Lichter von Hütten, hoch im Wald. Konturen der Berge eher Ahnung als Bild. Unsichtbare Wellen, Wurzeln, über die die Füße stolpern. In vorsichtigen Tropfen beginnt es zu regnen.