Die Tiere flohen in ihre Verstecke, mit den Stunden, die rasend westwärts zogen. Aufwachen wie aus vielen seltsamen Filmen, deren Nähe zu Realität oder Erzählung man sich nicht ausmalen mag. Es blieb kalt und die Lider sind schwer, die Sinne noch im Anlaufen begriffen. Kaffee, Croissant, erhaschte Geschichten aus den Wirklichkeiten des Viertels. Nicht alle erfreulich, aber immerhin. Sonne erahnen, ruhigeres Wetter erhoffen. Samstagsplan bislang ohne zu viel Struktur und es gibt wahrlich schlimmere Ausgangslagen. Habt es mild heute!
Warten an der Straßenecke, wieder. Eine Dame in Geschäftskleidung trägt einen Kaffeebecher in das wuchtige Bankgebäude. In ihrer offenen Handtasche ruht eine grüne Brotdose mit einem aufgeklebten Teddybär, und für den Moment verliert man sich in Vorstellungen, wie verschiedene Menschen als Kinder wohl gewesen sind. (Innere Monologe, Räder auf nassem Asphalt, vorsichtiges Ankommen.)
Vorankommen, auf Schleichwegen. Immer wieder die großen Trassen meidend, den dichten frühen Verkehr, den Lärm und den ganzen Frust, der scheinbar als beständiger Frühaufsteher lebt. Beton, Bahngleise, Dämmerung und Wolken. Und einige Tropfen auf den wenigen Blättern, dort, wo die Garagen enden und eine Schneise von Innenstadtwildnis beginnt.
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Train hopping. New light behind old houses. Crowded platforms empty platforms and some crossroads in between. A huge black dog sitting on the sidewalk, calmly watching a young guy wearing angry clothes and a slightly scared gaze. Flipping mental pages to find where the evening ended. Still not there completely.
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Immer wieder: Spürbarer Anstieg. Kurz nach dem Fünf-Uhr-Tal. Die Nacht aufteilen, einzelne Segmente behalten, andere vergessen. Komfortable Betriebstemperatur suchen für den gegenwärtigen Zustand farblosen Dazwischens. Nebenan erwacht der Kühlschrank, unten das Radio, und die Musik bleibt glücklicherweise nur eine Ahnung, die ohne Halt verfliegt. Noch keine Dämmerung. Noch keine furchtlosen Gedanken. Habt es mild heute.