Sonne - Regen - Sonne. Sobald der Himmel aufreißt, kehrt das zwischenzeitlich verstummte Leben laut und intensiv in die Straße zurück. Der Eismann öffnet seine Türen, ein Ball trifft auf Blech, Hunde und Kinder lärmen durcheinander. Ferner: Mitschriften ablegen, kurz die Augen schließen, der Stimme eine Pause geben. Im fortgeschrittenen Freitag holen die Stunden nochmal Schwung, verlieren Aufgaben ihre Klarheit und Zeitpläne ihre Struktur. Flexible Ziele, dynamische Pläne. Jonglieren mit vielen Bällen, und irgendwann fängt man andere, als man hochwarf. (Dazu Zitronenkuchen. Schadet nie.)
Etwas später: Stundenkrümel vom Gewand putzen. Kopf unter kaltes Wasser halten, vor dem Weiterziehen. Sonne frisst sich durch den Dunst über der Stadt, Vogelschatten fliegen über geschlossene Außenjalousien, die Lüfter der Klimaanlagen drehen so schwerfällig, als drückte das ganze Gewicht dieser Zeit auf ihre Achsen und Lager. (Lose Enden umordnen. Einige abschneiden. Einige abheften. Same old, same old. Und ruhiger mit weniger Koffein - nicht überraschend, aber trotzdem Überwindung.)
Kein Kuchen bislang. An der Grenze zur nächsten Einwahl zeigt das Logfile immer noch ganz eigene hartnäckige Fehler. In den Höfen ist ein anderer Hausmeister im Blaumann zugange. Er zieht eine kleine rote Flasche hinter sich her und brennt unter enormer Geräuschentwicklung Grashalme aus den Fugen zwischen den Betonplatten. Gegenüber werden die Bürofenster geschlossen, ein junger Mann in blauer Krawatte schüttelt affektiert den Kopf und verschwindet wieder in Zimmertiefen. Straßenbahn klingelt in der Haltestelle, Stimmen schimpfen. Milchtrüb und stickig blieb der Tag.