Sommersonne Winterschatten und Holzbiene unter dem Schirm. Spuren im Beet und auf der Kamera: Marder, Waschbär, Fuchs. Immer noch keine Fliederblüten. Zu müde für bewusstes Treiben, zu sehr im Schwung noch für echte Ruhe. Weitertreiben, durch den Feierabend und seine Bilder. Beiseite treten, rüde Worte ignorieren. Früh wie abends.
Eisiger Wind bei viel zu warmer Sonne, Blinzeln im grellen Licht und nur langsam gewöhnen sich die Augen an die Realität außerhalb der eigenen Kammern. Anderer Supermarkt, endlos lange Schlange, das Viertel hat offenbar genau jetzt Freiraum für die kleineren und größeren täglichen Erfordernisse. Und dazu gehören auch die Boulevardpresse und der Korn. Ein junger Mann fragt seine Begleiterin angesichts gut gefüllter Eimer ebenso hingebungsvoll wie unbeholfen, ob sie Blumen braucht. An der Kasse staut sich alles, aber niemand legt besonderen Wert auf Hektik. Die Pause flieht.
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10am and another citys concrete again. Waiting at a railroad crossing, watching locals near the gates lost in disputes, topic unknown but there seems a lot of negative enthusiasm about it. A little later, the train passes through, silent and clean and almost empty. Barriers opening, a long line of cars slowly moving on. Hazy light. The day feels like it could be warm with clouds above the forests. Here, not home.
Etwas weiter: Wildnis. Hoch über Meer und Kreide. Die Luft klar, man scheint bis zum Rand der Erde zu blicken. Schiffshörner. Alles zwischen den Horizonten ist groß und uralt, die eigenen Spuren so vorübergehend wie der weiche Schnee.
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Sonntagmorgen, nur langsam zieht sich die Nacht zurück. Über der Mole liegen der Klang von Kuttermotoren und die Stimmen zahlloser Möwen. Schnee bedeckt große Teile der sichtbaren Welt. Zögerndes Erwachen aus bildlosen Träumen. Vorsichtiges Herantasten an den neuen Tag. Erster Kaffee, Brot, Obst und ein Gefühl zwischen Normalität und Unwirklichkeit. Habt es mild heute.