10pm and off. Disconnecting all used storage for now. Hoping memory will be back in some sane state by tomorrow. The people in the pub seem to head home as well, even while there's still a while to midnight. An almost palpable silence embracing these houses tonight.

Schließlich: Nochmal Küchenfenster, noch einige Lichtpunkte verstreut in der formlosen Nacht der Höfe. Immer noch rumpelt das Gewitter mürrisch zwischen hier und dem Wald. Immer wieder jener Moment, in dem der kommende Morgen näher ist als der zurückliegende, in dem man den Überblick verloren hat über die vergangenen Stunden und dann kurz Stichpunkte zusammenträgt und dabei auf Themen stößt, die schon wieder halb verblasst sind, ihre Anhaltspunkte in der Zeit längst verloren haben. (Zusammenfassungen ersinnen. Wissen, was mitgetragen werden muss und was vergessen gehen darf. Am Rande der Aufmerksamkeitsspanne fällt diese Entscheidung genau so schwer wie das Finden passender Worte, selbst für simple Sachverhalte. Schwierig zu meisternde Superkraft: Die eigenen Grenzen würdigen.)

Was unsortiert blieb: Noten aus ersonnenen Melodien, die nicht zu Papier fanden. Code, der ausgemustert wurde, weil seine Aufgaben sich in Zeit und Prioritäten auflösten. Vorsätze bezüglich Selbstorganisation und Struktur, gelegentlich zu Beginn von Wochen oder Monaten gefasst, um dort anzusetzen, wo man sich selbst schwach und nachlässig fühlt, und die trotzdem zwischen dem Sand verschwinden, der sich von den Stunden reibt. Reisebilder imaginärer und realer Orte, im selben Ordner und nur teilweise auseinanderzuhalten. (Gegenüber haben sich die jungen Nachbarn nochmal auf dem Balkon eingefunden, Füße baumeln durch das Gitter, Zigaretten glimmen, während unten zwei späte Jogger flusswärts hasten. Es duftet erstmals seit langer Zeit nach warmer Nacht und ihrer Ferne, die sich Worten und Bildern entzieht. Schattenspiele, zwischen Laterne und Vollmond.)

9pm. In between segments of the different realities that make up these days. It's the switching that challenges, as always. Apparently, some crows are still awake, circling the neighbourhood, arguing with the setting sun and the moving-in night. A tired pianos song to go with it, while light lasts.) 

Always 10pm. Mentally stuck between different forces pulling into different directions, stumbling slowly between these poles. Moving on, small steps, indecisive and cautious, ready to adjust direction immediately whenever needed. Light of dusk still has a warm, soothing quality, even though it's too early for stars yet and this somehow adds to the day feeling unfinished, incomplete. (Not sure there's opportunity and will to change much of this, though.) 

Closing in on 10pm. Once again, concluding what remained open until now. Committing some last snippets of code and documentation, more an act of remote backup than continuation of actual work. Somewhere beyond the parking lot, a car alert went off, takes longer than expected to be shut down again, and in the meantime, interesting patterns of sound emerge in between that shrieking noise, the rattling of cycles on the sidewalk, the sound of dishes placed on tables somewhere behind an unseen balcony, and the echoes of all those interweaving into an almost impermeable aural veil. Dense clouds, no moon.

10pm. Letting the silence of night spread in dimly lit rooms. Summing up the hours that somehow have to fill the past days but there seem to many of them - or too few, depending on ones perspective. A carriage rolling across old pathways, emitting a sound resembling strong rain. Bats high above the crossroads. Standing breathing waiting for the moon to show.

Schließlich: Wieder ganz zurück. Über die Pfützen der Straße treiben Blüten und Pollen. Aus offener Haustür brüllt eine Bohrmaschine. Nochmal zieht es einige Kinder auf die nassen Wege, ein Fußball wird aufgepumpt, Fahrräder klappern, Abendverkehr, alte Musik zieht von hinter dem leeren Parkplatz zwischen die Fassaden. Try walking in my shoes. (Regenwolken wanderten weiter. Sonntagsmontag am Rande nächster Dämmerung.)