Auf der anderen Seite des Waldes: Braune Felder, nasse Raine, durchzogen von Gräben, die die Straße begleiten und irgendwann schnurgerade in der offenen Leere verschwinden. Der Wind ist heute überall zahm, lässt kleine Wellen um dunkle hölzerne Bohlen spielen und streichelt behutsam das Gras der Dünen. (Von der Dämmerung ereilt, auf dem Rückweg. Plötzlich, oben im Wald, ist da wieder dieser Nebel, und für stille lange Augenblicke wird man ein Teil von ihm, versucht Vertrautes im milchigen Scheinwerferlicht auszumachen, erahnt nur vage das umgebende Unterholz und alles, was diese Gegend um diese Zeit besitzt. Schließlich Stadtgemarkung, erste rostige Laternen, die Fahrt wird ruhiger und der Puls auch. Immer noch, immer wieder rauscht die Brandung.)

Einige kurze Momente später tönen wieder Kuhglocken auf den Wiesen, zwei Enten ziehen ihre Spur durch stilles Wasser, ein eisiger Hauch zieht vom Bach her in das Tal. Eine kleine Gruppe früher Wanderer steht an der Haltestelle, in gedämpfte Unterhaltung vertieft. Niemand wagt laut zu sein um diese Stunde, und immer wieder treibt der Blick dorthin zurück, wo sich zwischen dunstverhangenem Stein und schwarzen Wäldern vielfarbig auf mattem Blau die Sonne eines neuen Tages für ihren einsamen Lauf bereit macht. Ruhige Schritte weit vor dem ersten Kaffee, ohne Eile, ohne richtiges Ziel. Gerade braucht es nicht viel mehr als das, um langsam wach werden zu können. Habt es mild heute!