5pm and on. Silhouettes of trees of bridges of fences along the road. With an afternoon warmer than winter, the scent and perception of everything slowly changes into a different mood. Cautious, though. As if not completely having given up on the feeling of snow yet. Quietly the day ages.

Eigene Schritte, mit zu dünnen Schuhen, in festgefahrenen Spuren - tatsächlich und frei von Metaphern: Es schneit wieder stärker, der Asphalt vor den Flachbauten verschwand vollständig unter einer knirschenden weißen Decke, auf der sich verschieden große Räder um festen Halt mühen. Im Verzicht auf Wind bleibt der Umgebung etwas unwirklich Ruhiges an einem durchgeplanten frühen Nachmittag mitten in Stadt und Woche. Die gerade erst Erwachten stolpern den schon wieder Müden in den Weg, ein Einkaufswagen schliddert fast gegen parkendes Blech, aber in dieser kurzen Sekunde ist jeder genug mit sich selbst beschäftigt für irgendwelchen Streit. (Blick auf die nächste Etappe. Kapuze hochklappen, Bart und Kinn hinter dem Kragen verstecken. Und weiter.)

10pm and on. Summing up another day. Moon went missing behind the roofs, seems there's a small kitchen party going on just across the road, and it's overally good to see the facades that have been dark for quite a while become more vivid again. Clear skies, some stars, a cold breeze and a few hours worth of all the thoughts interwoven between morning and night slowly coming to rest.

6pm and on. Challenging ones own winter clothes - or at least clothing habits. Good thing of frost is its tendency to drive people off streets and squares, especially today. Spotting first stars while the helicopter moves on and takes most of the noise with it. Waiting, watching, not thinking and enjoying every split second. 

Kurz nach 7, der Morgen gehört dem Singen der Böen in den Antennen und einer wachen, unterforderten Katze. Vorsichtige Navigation durch halbdunkle Gänge, nicht immer erfolgreich darin, Pfoten und Krallen auszuweichen. Stühle rücken, Tischdecken glatt streichen, Bücher in die Regale stellen: Platz schaffen für den Tag und alles, was ihm innewohnen kann. Träge. Noch weitestgehend gedankenlos. Und dann Kaffee kochen, um den Takt zu wahren, die Form einzuhalten. Und um die letzten Träume zu verscheuchen, bevor die Welt wieder richtig erwacht. Habt es mild heute!

Wieder fast jene Stunde: Jacken immer noch nass vom kurzen Kontakt mit regennasser Außenwelt. Zur Nacht wird das Wetter über dem Viertel versöhnlicher, lässt auch der Wind von Lichterketten und Sternen der Balkone ab. Der Kreis des Tages schließt sich: Am offenen Fenster, über der Straße, die nur selten von Verkehr durchquert wird heute, und auch keine Stimmen hört. Die geschlossene Kneipe erstrahlt durch einen Weihnachtsbaum hinter schmutzigem Glas, gegenüber in der großen kahlen Wohnung trägt der späte Abend schmuckloses Alltagskleid, während der Bildschirm Farbe in den Augenblick gießt. Jeder erzählt eigene Geschichten, auch heute.