Holzfeuer in einer eisernen Schale.

Mit dem Feuer weicht die Wärme, und das Licht verebbt in dichter Nacht. Schüchterne, wortlose Stille überspannt plötzlich die abendfeuchte Wiese. Flüstern. Abschied. Einen langen Weg entfernt von der Stadt.

(Wieder gleicher Himmel über anderen Orten. Sinnieren über Strecken, über Verbindungen zwischen zwei Punkten und die seltsame Angewohnheit, meist dünne Linien und gleichartige Punkte zu zeichnen. Selten in solchen Diagrammen, mental oder auf Papier, ist von Realitätsnähe auszugehen. Aber zumindest ist hier der Wald näher, sind die Pfade, Türme, Lichtungen vertrauter, hängt an vielen Gabelungen und Kurven mehr Erinnerungen als fern der Hügel in der großen Stadt. Nicht nur eine beruhigende Erkenntnis.)

(Unruhige Katze, unverlässliche Uhren, Verbindungsversuche. Straße und Hügel vor den Fenstern. Kalenderblau, volle Eingänge, Stau in Warteschlangen. Seltsame Wahrnehmung von Orten, die vertraut sind und trotzdem fremd und ungewohnt wirken können, wenn man sie zu anderen Zeiten erlebt. Zweiter Kaffee. Ein Traktor im Feld, Sonnenaufgang über dem Tal. Suche nach erträglichem Zwielicht. Alles noch stiller als sonst. Habt es mild heute!)  

Spät genug: Ausatmen. In den Himmel starren. Gedanken mit dem leiser gewordenen Wind fallen, fliegen lassen. Der Tag ging schnell und leise, wie er kam. Nebenan erhellen noch Fernseher und eine kleine Lampe die Wände hinter den halb geöffneten Jalousien. Irgendwo fährt ein Auto in die Nacht, nur zu hören, nicht zu sehen. Noch zu kalt für den Klang der Grillen, zu dunkel, Fledermäuse zu sehen, zu müde, auf den Marder zu warten, also darf ein Strich unter die heutige Seite gezogen werden. (Sonntagmontag: Eine neue Woche ist nie fern, auch nicht in Stunden, in denen man einmal mehr Unregelmäßigkeiten im Rhythmus sehr deutlich spürt.)