Datenmuster, Anmeldebestätigungen, Schwerlastverkehr, trockene Kekse. Welten überlagern sich, und im Garten wird das Grün fußfesselnd dicht. Vogelfutter, Eierschalen, Kaffeesatz. Eine Ameise rennt die Brombeerranke entlang, um die Wette mit ihrem Gegenspieler auf der Laubenwand. Kleiderwechsel neben dem Bücherregal: Rashomon und Obstbaumschnitt. Und Dämmerung, die sich in den Tulpen verfängt.
Places to rest places to soar and the sun in afternoons.
📷 urban-escapism
Drei Farben: Blaustern, Tulpen, Forsythie. Spuren von Mäusen in trockener Erde, das Vogelfutter wurde knapp. Dichte Wolken und rauher Wind von der Heide her. Wasser immer noch aus dem Kanister, Duft von Inselseife und Nachklang vergangener Reisen. Einige Parzellen entfernt wehen Fahnen, wacht ein Schäferhund aus Keramik über akkurat gepflegte, ordentlich eingefasste Beete. Verkehr auf den Schienen, und der Gesang einer Kettensäge. Vormittag, dahintreibend.
📷 lost-in-moments
Kurze Runde durch den Novembermärz, nur um den Körper zu bewegen und die Luft in sich zu tauschen. Hinter den anderen Häusern werfen Balkone ihren fahlen Schein auf Asphalt und nasses Gras. Im hellen Kreis sammeln sich Zigarettenstummel und Kronkorken. Eine verlorene Giraffe aus weißgelbem Kunststoff sitzt am Rand neben der Hecke und harrt der Dinge, die da kommen. Oder eben nicht. Zwei mittelalte Herren joggen gegen die Jahre, der Zwang dominiert die Freude und man tritt zur Seite, lässt passieren, atmet zum aufziehenden Nebel hinzu - und übt sich darin, das Selbst für jetzt zu ignorieren. Manches braucht es gerade nicht.
(Gartengrün, streitende Vögel, kaum Platz, den Fuß zu setzen zwischen Krokusse und Schneeglöckchen. Ein milder Wind eine Maus im Dickicht, Holzbienen auf Erkundungsflug und der Stadtverkehr ist fern.)