4pm and on. The sound of motorcycles, distant hammers and a dishwasher. Headphones aren't in for cancelling a lot of that environment today. On the sidewalk, next doors janitor is patiently explaining to some younger tenants how to correctly handle different kinds of garbage and trash and one seriously wonders whether some explanations are needed at all. Pondering baselines, communication and mutual respect. Thin ice, most of the time, not just on days as bright and warm as this.

Supermarkt des geringsten Misstrauens, und Kälteschock nach der Hitze über dem Asphalt. Manchmal trifft man auf Menschen, mit denen man noch Dinge zu klären hat. Manchmal findet man in den Taschen der eigenen Shorts Werkzeuge vergangener Sommer, deren Kontext sich einem nicht mehr richtig erschließt. Manchmal hat man den Eindruck, die Praktikanten könnten nicht nur die eigenen Kinder, sondern schon die eigenen Enkel sein, und wundert sich, wieviel spröde Freundlichkeit man sich selbst in jener Zeit des eigenen Lebens wohl gewagt hätte. Sieht den eigenen ergrauenden Bart in der Spiegelung des Plexiglas. Und stellt sich viel mehr Fragen zur eigenen Person im Jetzt und Hier, als man gern beantworten möchte. (Zitronen, Mehl, Joghurt. Noch mehr Alltäglichkeiten  zwischen den Stunden.)

8am and going. Different home office rituals: Dusting off display and keyboard. And moving some books around. Despite all attempts of staying focussed, sometimes switching to mundane tasks helps getting back to track and removing wayblocks in thinking. 

Morgens auf der anderen Seite der Wohnung: Erwachendes Heimbüro. Mattblauer Himmel. Dreamliner verschwindet gen Südwesten, Chongqing nach Madrid, und kurz winden sich die Gedanken um lange Strecken und das Reisen mit der Zeit, gegen die Zeit. Auch wenn beidem im Moment keine besondere Wichtigkeit zukommt. Ferner: Blöcke in den Kalender fügen. Unzufrieden mit der Menge an Verschnitt, aber Optimierung hat immer Grenzen. Und immer wieder beklemmende Erfahrung, dass Systeme ein Eigenleben entwickeln, wenn man sie ein paar Tage sich selbst überlässt, und viel schneller unvorhersagbare Zustände einnehmen, als man das erwartet hätte. (Zweiter Kaffee. Tauben im Schneefang. Noch ist die Luft kühl. Das Geschenk der frühen Stunde. Habt es mild heute!)

10pm. A young dude rang a doorbell across the road, is now waiting patiently for whatever arrangement has been made. Chatter in the backyards, drunk. Searching for a grey cat in a dark room, just to be sure. No moon so far. Have a pleasant night wherever you are. 

Dann verklingen die eigenen Schritte wieder auf den gewohnten Plätzen, auf denen man weiß, welcher Bus gen Zentrum fährt, und die Gesichter kennt, die tagsüber und bis in den Abend hinter Schaufenstern verharren. Auf den Bänken sitzen alte Herren in einer Aura aus Rauch, die jungen Mädchen der Plattenzeile scharen sich am Trinkbrunnen unter der Laterne und zeigen sich kichernd die Bildschirme ihrer Mobilgeräte. Hinter offenen Terrassentüren wird vielstimmig gesungen, ein seltsames Gefühl schwingt in den Liedern mit, dem man sich irgendwie schnell entziehen möchte. Abkehr, Rückkehr und kaum noch Ambitionen vor der Nacht.

8pm, some streets from here. Tourists circling shopping malls, a street musician again and again gets lost in old tunes he seems unable to feel, and why on earth don't pubs sell decent beer in this part of the city anymore? The evening is all noise and dust.