10pm. Low on battery. The slightly concerning shadows of moths circling the dim desk light. The noise of an inbound call, somewhere nearby, and the called person involving the whole street into an arcane exchange of thoughts for a way too long period of time. Also, being tempted to aim cameras at the moon but deciding against it. Sometimes it just doesn't feel right.

Immer noch im Fokus-Tunnel. Die lange helle Zeit hält auch im fortschreitenden Abend das Gefühl, noch genügend Stunden zwischen hier und dem Schlaf zu wissen, bis die Müdigkeit irgendwann hart ihr Recht fordert, ohne gegen nachhallende Unruhe wirklich zu gewinnen. Die Mondsichel gewinnt an Größe, steht heute hoch und klar über den Schieferdächern und wird von zwei Mauerseglern umkreist; zumindest gefällt der Wahrnehmung dieser Eindruck. Gegenüber nehmen die Studenten ihr Abendessen ein, an einem großen Tisch vor Büchern und Bildschirmen, beieinander und doch scheinbar in isolierten Welten. (Auch: Sich selbst Rätsel stellen. Oder: Experimentell ermitteln, wie lang es braucht, bis man die Niederschrift eigener Ideen nicht mehr versteht, insbesondere in Code. Wiederholter Eindruck: Mitnichten so lang, wie man sich gern vortäuschen würde. Erfahrungen eigener Grenzen, der anderen Art.)

Closing in on 4pm. Full circle, office kitchen. Watching the waves on the backyard pond transform into structured then chaotic patterns. Too: The odd shape of people seen from almost right above. Sights hard to un-see again. (Clouds passing slowly. Log messages cumulating. Sorting the good from the weird. Choosing which to deal with in more detail. Later.)

Mittag, gedankliche Schrittgeschwindigkeit. Kirschkuchen, mangels Fantasie. Für einige Augenblicke allein mit dem Wind. Im anderen Viertel reißen zwei ältere Herren Wahlplakate von Laternenmasten, stapeln die Pappen auf einem klapprigen Fahrradanhänger. Etwas weiter ist der stählerne Zaun fast vollständig hinter Gerste und Springkraut verschwunden, eine Katze flieht vor Verkehr und Passanten ins dichte Grün. Lieferbewegungen über Asphalt, quietschende Warenträger voller Kartons, dazwischen Schüler mit bunten Sporttaschen und Brotbüchsen. Die Tauben suchen neue Plätze inmitten von Erkern und Simsen einer frisch bewehrten, frisch gestrichenen Fassade. Alles kleidet sich in schwachen Farben unter verhangener Sonne. 

9am and on. Of races, tools and pragmatism, and the unavoidable win of a shared spreadsheet over more sophisticated tools with implementation and adaption curves steep enough to prevent them from even materializing. (Calls and interrupts. Sharpening the pencil, more as a mental exercise than an actual need. If anything, giving up on paper loses the experience of calm from numbly handling materia.)

Unterwegs. Später als ßblich, in unschlßssiger Kälte. Ein zorniger Sturm treibt Papiertßten, Flyer, alte Zeitschriften ßber den Beton, wirft Sand und Dreck in die Augen, beugt die Bahngräser und zaust erste Blätter aus ächzenden Bäumen. Kaum Menschen auf den alten Plätzen, nur in einer Seitengasse laden Handwerker Säcke und Werkzeuge in einen rostigen, farbverspritzten Aufzug. Weiterziehen, Abstand halten, unter Fetzen von Himmel mit einem merkwßrdigen Gefßhl im Innersten. (Bßroflure. Tagesplan als Kästchenmuster, ohne Numerierung. Stickige Hitze ßber den Maschinen. Und ein weiterer Kaffee. Fßr die Form und das Ritual. Habt es mild heute!)