Eisiger Wind bei viel zu warmer Sonne, Blinzeln im grellen Licht und nur langsam gewöhnen sich die Augen an die Realität außerhalb der eigenen Kammern. Anderer Supermarkt, endlos lange Schlange, das Viertel hat offenbar genau jetzt Freiraum für die kleineren und größeren täglichen Erfordernisse. Und dazu gehören auch die Boulevardpresse und der Korn. Ein junger Mann fragt seine Begleiterin angesichts gut gefüllter Eimer ebenso hingebungsvoll wie unbeholfen, ob sie Blumen braucht. An der Kasse staut sich alles, aber niemand legt besonderen Wert auf Hektik. Die Pause flieht.

Betonplatten, Stück eines Halbkreises aus verschieden hohen Steinen. Schatten, warmes Licht.

📷 lost-in-moments

💻 Plugged. Renewing certificates. Expiring connections. Forgotten odds and ends and the consequences they have for ones ability to just do what needs to be done. A sigh, slightly tired.

(Auf diesselbe Bahn treffen, die gemessenen Tempos rostige Gleise abfährt. Zum zweiten Mal, am gleichen Morgen, am anderen Ende der Stadt. Sinnieren über fremde und eigene Geschwindigkeit und Tunnel in der Zeit. Die Fassade gegenüber des Büros verliert sich im Erwachen und gelegentlich erblickt man unbekannte Silhouetten in vertrauten Gesten und Posen. Zweiter Kaffee. Aufräumarbeiten. Vieles noch unsortiert.) 

Nach der Nacht. Oder nach dem, was Nacht hätte sein können, wenn die Zeit freundlicher damit umgegangen wäre. Verschlafene Leere verschlafene Stille und die Klänge der eigenen Küchengeräte, erschreckend laut und trotzdem irgendwie fern. Frühstück in Minimalprogramm, über den Höfen singen die Vögel. Selbst fehlen noch jegliche Lieder, aber vielleicht finden sich zumindest  Melodien entlang der Schritte über eigene und andere Straßen. Noch nicht ganz aufgebrochen, noch nicht ganz da. Habt es mild heute.