Immer noch trübe Sonne über Geschäftsbeton. Die kleinen Büros gegenüber sind fortgesetzt leer und langsam stellen sich Zweifel am wirtschaftlichen Zustand der Nachbarn ein. Unten herrscht Stadtlärm. Zwei junge Frauen haben einander zwischen den Häusern erkennbare Blechschäden zugefügt, jetzt wird neben den lädierten Fahrzeugen die Schuldfrage diskutiert, in zunehmend schärferem Ton; zumindest ist man sich einig in der Uneinigkeit. Kurzzeitiger Impuls, für eine kleine Weile zu verharren und zu beobachten, wohin sich das Drama entwickelt. Aber da sind Streusel auf den Kirschen und insgesamt kennt der fortschreitende Tag Wichtigeres. Enge Taktung, wenig Lücke.

Closing in on 9am. Devices missing in the drawer: Noise canceling headphones but for the noises roaring within. Too, ran out of chocolate. Tasks taken over, stage not completely set. Hazy light and the silence of wintry backyard fountains.

(Neustarten der Geräte. Dankbar, dass die Dämmerung schon wieder hell genug ist, sich zurechtzufinden, ohne das Büro grell zu fluten. Entlangtasten an Umrissen. Heizung ausschalten, Luftwechsel. Atmen gegen die stickige Wärme. Einige Minuten früher: Unnötig langes Innehalten im Fahrstuhl, weil der Zufall ganz zum Ende der Strecke an dem Song hängengeblieben ist, der gegenwärtig am tiefsten dringt. Und doch rechtzeitig aussteigen, bevor die Fahrt wieder abwärts führt und potentiell merkwürdige Fragen proviziert. Weitere Minuten davor: Leere Straßenbahn, leere Sitze, leere Blicke. Atmen gegen die Scheibe, und beobachten, wie das kühle Glas beschlägt. Schemen wahrnehmen - das gerade erträgliche Maß an Abbildung, in dem gefühltes und gesehenes Selbst halbwegs aufeinanderpassen. Zu schnell auf der Schiene, fremdbewegt. Und so ortlos, wie man auf vertrauten Routen nur irgendwie sein kann.)

Schlaf verloren, früh genug: Grundlegend wach. Immer noch immer wieder linkisch damit beschäftigt, zu sich zu kommen, zu sich zu werden. Eine passende seelische Hülle finden und überstreifen, während der erste Kaffee abkühlt und die Fenster hinter den Höfen dem Morgen zuzwinkern. Vorsichtig lauschen, ob das Haus schon einen Klang hat. Durch den Plan der kommenden Stunden denken, oberflächlich genug, eine Idee zu bekommen, ohne bereits an Details hängen zu bleiben. Was nie gelingt. Und dann Aufbruch in die nahe Ferne. Auf kalten Steinen und mit genügend Abstand zu anderen Welten. Habt es mild heute. 

4pm and slowly on. Stuck between different lines of communication again. Flooded with way too much knowledge to come up with an unbiased decision. And also struggling hard to keep gut feelings out of the way of these. Whenever complexity is reduced too much without honouring, important aspects are lost no matter whether it's about ending up with words or numbers.