Anderer Mittag, gleicher Beton. Oder andersherum. Aus einem Fahrzeug am Straßenrand tropft Öl, bildet einen kreisrunden Fleck, malt unbehagliche Regenbögen in das Grau, während Menschen darüber diskutieren, wie man dem am besten beikommen will. Starre weiße Gesichter von einer haushohen Werbetafel beobachten das Treiben unkommentiert. Die schmale Grünfläche ist vereist und rauh, einige Bierflaschen liegen im Gras, braune Scherben daneben, Auch: Lernen, dass die Einschätzung des Wetters falsch war. Frierende Eile durch den bewegungslosen Winter. Gewohnter Kuchen, matter Himmel, Bilder ohne Farbe. Fast schon wieder im Takt.
9am and on. Context switch, changing persons, different teams, slightly different topics. Navigating uncanny realms of corporate software. Scary dependencies. Pondering the time needed to store out what used to be, before, and reload what's required now. Good ways to lose time along the path.
(Vorbeirasender Asphalt. Ahnung erster Sonne gespiegelt in Hotelfenstern. Ein junger Mann sitzt neben dem Gang und balanciert angespannt einen großen, eng in Folie gewickelten Kuchen auf dem Knie. Teenager mit Bildschirmen, lustige Tiere, Warenkörbe, Menschen an Stränden und jede Menge müder, verschlafener Gesichter. Bis die Türen der Bahn öffnen, schließen, und man wieder den Boden des anderen Viertels unter den Füßen spürt. Schon wieder zu viele Stimuli im jungen Tag.)
4pm and on. Office dog on its way out, fast-paced and excited, heading for the forest and the open fields. Watching clouds embrace the eastern hills like mountains of cotton and plush. Business people on their way home, a crowded tram with dirt-stained windows passing through the station. Waiting for the next one, taking a deep breath, cherishing the moment and its silence.
Halb auf der Strecke, wieder: Milder Wind über den Flachbauten. Unter anderen Supermarktdächern geht die andere Nachbarschaft ihren täglichen Verrichtungen nach. Bauarbeiter warten in der Schlange des Imbiss, ihr Radio singt draußen unerschrocken das Beste aus vergangenen Jahrzehnten und hält Menschen auf Abstand. Die übliche Strecke, die üblichen Päckchen, Gedanken immer halb irgendwo anders. Der eigene Hochstapler führt die eigenen Unsicherheiten aus. Wolken werden lichter. Ein Hauch von Sonne in den Dingen.