Späte Sonne. Frisches Brot. Radieschen, Gurke, ein Moment in der Hintertür und das Dorf ruht so still wie an jedem anderen Abend. Bilder von gestern, undatiert und doch fern genug, die Umgebung kaum wiederzuerkennen. Oder auch nur sich selbst darin. Schwer fassbar, wie viel Größe die Bäume in all den Jahren gewonnen haben. Ihr Schatten reicht weit.
Much later again. A change of place a change of worlds, and still waiting for the soul to catch up. Calm skies invisible above sleepy trees, the sounds of meadows and creek and innumerable hidden lifeforms and a distant celebration welcoming the end of this week. Taking a deep sip, from the glass, from the night, from the mood to fill that very moment. Still restless, but at least motionless. Sleep tight everyone wherever you are.
Unregelmäßigkeiten, Nachmittagsglut und Blechschlangen. Hinter der Leitplanke wuchern Disteln und Fingerhut aus karger Wiese. Neil Young singt von nordamerikanischen Autos. Sonnenbrillenstunde. Im Nirgendwo alter Heimaten.
Nachmittag am Netzrand. Anderes Dorf, aber Dächer, Häuser, Himmel haben diesselbe Farbe. Um die Kirche herum sind die Anwesen liebevoll gepflegt, auf Gartensteinen und Fensterbrettern prangen Kinderkunst, Sinnsprüche und völkische Weisen. Etwas abseits sind die Güter verfallen, dort, wo es am Friedhof vorbei in Richtung Wald geht. Mam trifft keine Menschen, die man nicht mitgebracht hätte. Nebel zieht zwischen die Hügel.
Schließlich, Sonntagmorgen: Stunden langen Halbschlafes. Unter dem offenen Fenster liegen, den frühen Geschichten des Brunnens lauschen und in Wolkengrau starren. Sonne meidet das Dorf auch heute, der Himmel ist strukturlos von Horizont zu Horizont, die Augen haben keinen Halt in diesem trüben Meer. Dann rufen Kirchglocken in den Tag, gegenüber kräht ein Hahn, und langsam findet die Seele aus der Nacht zurück. Jetzt also: In die Senkrechte finden. Sein frühes Spiegelselbst ertragen. Erster Kaffee. Genügend Plan und Orientierung für den Moment. Habt es mild heute!